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Das "IMPERIUM ROMANUM" hat vielfältige Spuren hinterlassen. So auch bei uns: Den LIMES. Eigentlich müsste es heißen: Einen Limes. demm es gab diese Grenzabsicherungen von Schottland bis nach Afrika. Insgesamt waren es 6 gewaltige Anlagen. Uns soll an dieser Stelle aber nur "unser"  Limes, nämlich der "Obergermanisch-Raetische"-Limes interessieren.

Er unterstand der 22. Legion die in Mainz stationiert war. - Die erste Besatzung des Kastells ARNSBURG/ALTENBURG stammte aus Aquitanien (Südwestfrankreich). In der Spätphase des Limes wurden die Truppen durch Freiwillige aus der heimischen Bevölkerung ergänzt. Man sollte sich den Limes nicht als waffenstarrendes Grenzsystem à la "Eisener Vorhang" zwischen den ehemaligen deutschen Staaten vorstellen. - Über die Grenze hinweg war ein Austausch zwischen den Völkern möglich und erwünscht. - Vieles deutet auf eine lange und friedliche Koexistenz von Römern und Germanen hin.

Wachturm

Im Jahre 2005 wurde der O.R.-Limes von der UNESCO als "Weltkulturerbe" anerkannt. - 153 km davon verlaufen durch Hessen. Der Grenzverlauf im Landkreis Giessen beginnt - von Butzbach kommend - zwischen Langgöns und Holzheim, erreicht seinen nördlichsten Punkt oberhalb von Grüningen, wendet sich nach Osten, vorbei an Arnsburg (hier befand sich ein Kastell) nach Hungen-Inheiden (ebenfalss ein Kastell), um dann bald - unterhalb von Steinheim - das Giessener Land wieder zu verlassen.

Saalburg

Besonders eindrucksvoll stellt sich der Limes im nachgebauten Kastell "SAALBURG" - zwischen Bad Homburg und Usingen - dar. Unser Foto zeigt den Eingangsbereich, der auf Initiative von Kaiser Wilhelm II entstandenen Anlage.

Sollten Sie sich jetzt auch zu den Limes-Interessierten (es gibt eine Menge davon) zählen, haben Sie die Möglichkeit  zur Erkundung mit dem Auto auf der Deutschen Limes-Straße, mit dem Fahrrad auf dem Deutschen Limes-Radweg oder "per Pedes" auf dem Limes-Wanderweg.